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Empfehlung des BMSGKP zum Umgang mit Impfungen während der SARS-CoV-2 Pandemie: 

  • Wenn sichergestellt ist, dass es zu keinen Infektionsrisiken in Bezug auf SARS-CoV-2 kommt (Einzelterminvereinbarung, kein Aufeinandertreffen im Wartezimmer, striktes Einhalten aller empfohlenen Hygienemaßnahmen, nur gesunde Kinder, nur EINE gesunde Begleitperson, KEINE Geschwister, etc.), können empfohlene Impfungen unter Nutzen-Risiko-Abwägung und in Abhängigkeit von der Situation durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere für Impfungen/Grundimmunisierungen im ersten Lebensjahr, damit ungeimpfte Kinder rechtzeitig geschützt werden. Routine-Impftermine können wegen der derzeitigen Rahmenbedingungen wenn notwendig wenige Wochen aufgeschoben werden, sollen jedoch entsprechend den Empfehlungen, sobald es die Situation erlaubt, ehestmöglich nachgeholt werden.
  • In Bezug auf FSME ist anzuraten, dass ungeimpfte Personen endemische Gebiete jedenfalls meiden.
  • Die Pneumokokkenimpfung bei Risikopersonen/vulnerablen Personengruppen und Senioren ist entsprechend den Empfehlungen  des Österr. Impfplans sinnvoll und explizit empfohlen. Aufgrund der derzeitigen Infektionsgefahr und der Maßnahmen zur Verhinderung der SARS-CoV-2 Ausbreitung ist das Risiko einer SARS-CoV2-Infektion „am Weg“ zur Impfung derzeit aber deutlich höher zu erachten als der Benefit der Impfung in der momentanen Situation. Aus diesen Gründen sollte derzeit nicht allgemein zur Pneumokokken-Impfung für vulnerable Personengruppen aufgerufen werden. Es kann aber im Einzelfall eine individuelle Nutzen-Risiko Abschätzung durch den Arzt erfolgen.

23.03.2020 (Impfreferat & AG Infektiologie der OGKJ): Empfehlungen abhängig von den unterschiedlichen Gegebenheiten und der Patientenfrequenz in der Ordination:

  • Wenn die derzeit niedrigere Patientenfrequenz eine Einzelfall-Isolation ermöglicht und die Patienten auch bei der Anreise nicht vermehrt in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, können und sollen gemäß der offiziellen Empfehlung des Bundesministeriums weiterhin alle MKP- und empfohlenen Impftermine unter 2 Jahren sowie Auffrischungsimpfungen bei älteren Kindern durchgeführt werden (auch wenn es vorübergehend anders lautende Empfehlungen gab). Eine intensivierte Impfaufklärung ist empfohlen, um Spitalsbesuchen aufgrund von fieberhaften oder lokalen Impfreaktionen vorzubeugen.

  • Ist die Einzelfall-Isolation nicht möglich oder besteht eine personelle Einschränkung des Ordinationsbetriebes (Mitarbeiter/in zu einer Risikogruppe zählend oder in Quarantäne), sollten zumindest die ersten Teilimpfungen erfolgen und nur Booster-Impfungen vorerst um einige Wochen verschoben, aber ehebaldigst nachgeholt werden. 

    In diesem Fall können MKP-Untersuchungen, v. a. jenseits des 2. Lebensmonats (außer bei auffälligen Vorbefunden) nötigenfalls um einige Wochen verschoben werden. Sollten MKP-Untersuchungen im 1. Lebensjahr nicht fristgerecht durchgeführt werden, so hat dies derzeit keine Auswirkungen auf den elterlichen Anspruch auf das Kindergeld. Eine Aussetzung der entsprechenden Honorierungsfristen ist in Verhandlung.